Können KI-generierte Inhalte in China urheberrechtlichen Schutz erlangen?

Dies hängt vom Grad des intellektuellen Einsatzes des Menschen ab. China verfolgt eine Beurteilung im Einzelfall; es gibt noch keine rechtliche Auslegung des Oberster Volksgerichtshof oder einen einheitlichen Standard durch Leitfälle, jedoch sind die Grenzen in der Rechtsprechung auf lokaler Ebene bereits relativ klar: Wenn der Nutzer lediglich thematische und konventionelle Prompts eingibt und keine erkennbare Auswahl und Anordnung in Bezug auf Form, Farbe, Komposition sowie Licht und Schatten trifft, die den wesentlichen Ausdruck des Bildes bilden, ist der kreative Beitrag unzureichend, es liegt kein Werk vor, und die Urheberrechtsregistrierungsurkunde kann die Prüfung auf Originalität nicht ersetzen (Internetgericht Hangzhou (2025) Zhe 0192 Min Chu Nr. 17573); Im Gegenteil, wenn durch Prompts das Objekt und seine Darstellungsweise gestaltet werden, die Komposition durch Parameter gesteuert wird und weitere Anpassungen und Korrekturen an den generierten Ergebnissen vorgenommen werden, was eine ästhetische Auswahl und ein individuelles Urteil widerspiegelt, kann dies ein Kunstwerk darstellen und geschützt sein (Internetgericht Peking (2023) Jing 0491 Min Chu Nr. 11279). Zwei Punkte werden häufig übersehen: Erstens der Beweis – wenn ursprüngliche Aufzeichnungen des Schaffensprozesses fehlen und der gesamte Prozess der Generierung und Änderung nicht reproduziert werden kann, wodurch ein ausreichender Beitrag an Originalität zum generierten Ergebnis nicht bewiesen werden kann, kann es auch vorkommen, dass dies nicht als Werk anerkannt wird (Mittleres Volksgericht Suzhou (2025) Su 05 Min Zhong Nr. 4840); Zweitens die Ergebnisse der "Bild-zu-Bild"-Generierung auf der Grundlage von Kunstwerken anderer – diese wurden von Gerichten bereits als rechtsverletzende Reproduktionen eingestuft und als Straftat der Urheberrechtsverletzung bestraft (Volksgericht des Bezirks Tongzhou in Peking (2025) Jing 0112 Xing Chu Nr. 558).